Wie sagte Mark Twain schon einst: „Clothes make the man. Naked people have little or no influence on society“. Darauf aufbauend, wollten wir von einem Experten wissen, was denn nun eigentlich ein “guter Stil“ bedeutet, und was absolute No-Go’s sind. Deshalb Interviewten wir Trendexperte Peter von dem Mode Outlet Kiss A Frog. Ergebnis ist ein kleiner Style-Guide, der sicher für den einen oder anderen hilfreich ist.
Hier nun das Interview mit Styling-Experte Peter:
1. Peter, wie wichtig ist ein guter Modestil in unserer heutigen Gesellschaft?
Nun, das hängt ein bisschen davon ab, was man will. Will ich mich anpassen, oder herausstechen? Will ich bewusst zeigen, dass ich mich nicht um Oberflächlichkeit schere? Will ich in einer bestimmten Branche Karriere machen, oder arbeite ich zurückgezogen von zuhause aus? Grundsätzlich würde ich sagen, dass gerade im Job ein guter Stil ein großer Pluspunkt ist. Einfach die Fähigkeit zu haben, sich anlassgerecht zu kleiden und trotzdem durch guten Geschmack aufzufallen.
2. Wie erlangt man diesen „guten Geschmack“?
Durch ein intensives Auseinandersetzen mit der Thematik. Wenn ich Mode und Kleidung langweilig und unwichtig finde, kann ich auch keinen eigenen Stil entwickeln. Es hilft, Fashionmagazine zu lesen, modische Vorbilder zu haben und öfter verschiedene Boutiquen zu besuchen, auf unbekannte Labels setzen und auch mal neue Styles auszuprobieren. Besser ein paar modische Fehltritte als immer nur „Jeans und T-Shirt“.
3. Was sind modisch gesehen No-Go’s für dich?
Wenn Labels plakativ getragen werden. Z.B. T-Shirts, auf denen ein riesiges „D&G“ prangt, dazu sieht man die Boxershorts von Emporio Armani über der G-Star-Jeans hervor blitzen, abgerundet durch grelle Nike-Sneaker und ein Cap mit einer weiteren Marke darauf… das wär so ein Paradebeispiel für jemanden, der denkt, das Tragen von Labels hat etwas mit Stil zu tun. Klar, Labels können ein Faktor sein, aber bitte niemals so offensichtlich! Die hochpreisigen Produkte haben eh meist kein auffälliges Markenzeichen an sich, sie zeichnen sich vielmehr durch die Qualität und das Design aus. Von Fachleuten wird natürlich die Marke erkannt, und die Laien denken einfach: Das sieht aber gut aus!
Weitere „kleinere No-Go´s“ wären weiße Tennissocken, ungebügelte Hemden, schlecht sitzende Blazer, unsaubere Lederschuhe, Farbkombis wie „rosa Hemd zu hellblauer Jeans“, und noch einige mehr.
4. Was empfiehlst du jemandem, der nicht viel von Mode versteht, sich aber akkurat kleiden möchte?
Auf jeden Fall Fashion-Basics. Ihr habt da ja letztens eine ganz gute Liste gemacht. An sowas sollte man sich halten, und dann eventuell nach und nach etwas experimentieren. Zum Shopping einen Freund mitnehmen, der Ahnung von Mode hat, oder Hilfe von einem Personal Shopper in Anspruch nehmen. Stil ist nie etwas konstantes, sondern muss sich mit der Zeit weiterentwickeln und verändern.
5. Ein Tipp für ein gelungenes First-Date-Outfit?
Bequem muss es sein! Damit man sich entspannen kann und nicht über die Kleidung nachdenkt. Ein schlichtes Outfit, in dem man sich wohlfühlt und das die Schokoladenseite zur Geltung bringt. Den Damen empfehle ich ein schlichtes, schwarzes Kleid, nicht zu sexy, und bequeme Pumps. Herren sollten chice Jeans und einen gut sitzenden Blazer tragen, je nach Location mit einem witzigen oder schlichten T-Shirt darunter. Und die Schuhe, welche auch immer, mögen bitte sauber sein!
DESIGNERS MAG! bedankt sich bei Peter von Kiss A Frog vielmals für das interessante Interview und hofft, dass es seinen Leserinnen und Lesern ebenfalls gefallen hat.
Quellen: Bild 1: http://www.anksimage.com/site/wp-content/uploads/2011/05/fashion-style.gif Bild 2: http://menstrualpoetry.com/wp-content/uploads/2008/09/PAVE-Fear-No-Fashion.jpg





Gut gefuehrter Blog, gefaellt mir super. Auch interessante Themen.
Hi Till,
vielen lieben Dank. Deiner Freude kannst du auch durch den LIKE BUTTON Ausdruck schenken
In den kommenden Wochen erwartet unsere Community nämlich tolle Verlosungen…
Bleib gespannt.
Rashid